Schutz vor Überschwemmungen bei Starkregen

PdM-05-16-a

Wälle und Vertiefungen schützen Häuser vor Starkregen
Nachdem bei Starkregenereignissen immer wieder Bereiche der am Hangfuß gelegenen Ortslage Radewege (Gemeinde Beetzsee) überflutet wurden und Sachschäden an Wohn­gebäuden entstanden, hat die Gemeinde Beetzsee nach Lösungsmöglichkeiten gesucht, Überschwemmungen nach Starkregenereignissen zu vermeiden.

Ein Teilerfolg zur Lösung des Problems konnte zwar schon durch die Fertigstellung eines Rückhaltebeckens erzielt werden. Dauerhafte Abhilfe war jedoch nur durch die Umsetzung weiterer, umfassenderer Schutzmaßnahmen – insbesondere Wälle und Vertiefungen zur gezielten Steuerung des Abflusses des Regenwassers – zu erwarten. Dies scheiterte bisher allerdings an der Bereitstellung geeigneter Flächen.

Dauerhafte Lösung erst durch Flurbereinigung ermöglicht
Durch die zügige und gezielte Nutzung der Instrumente der Flurbereinigung, konnten der Gemeinde die für die Realisierung der Schutzmaßnahmen notwendigen Flächen bereit­gestellt werden. Mit Hilfe von Landverzichtserklärungen nach § 52 Flurbereinigungs­gesetz (FlurbG) zu Gunsten der Gemeinde wurden die notwendigen Grundstücke für die Schutzmaßnahmen bereit gestellt. Die Flächenbeschaffung für die Gemeinde erfolgte dabei in einem angemessen großen Gebiet auch außerhalb der wasserwirtschaftlich relevanten Bereiche, was das Auftreten von Eigentumskonflikten im Rahmen der Flurneuordnung stark minimierte.

Die über Landverzichtserklärungen bereitgestellten Flächen konnten im Rahmen der Flurbereinigung an den für die Schutzmaßnahmen benötigten Stellen ausgewiesen werden. Durch das gezielte Flächenmanagement und die Einbindung aller betroffenen Parteien hat die Flurbereinigung die Realisierung der Schutzmaßnahmen ermöglicht und konnte zudem Landnutzungskonflikte zwischen Hochwasserrückhaltung und Bewirtschaftung lösen.

Zu den realisierten Schutzmaßnahmen zählen neben den Wällen und Vertiefungen auch sogenannte Mönchsbauwerke, über die das Wasser gesammelt und in einem unterirdischen Regenwasserkanal über ein Auslaufbauwerk in den Beetzsee geleitet wird.

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Wälle und Vertiefungen schützen Häuser vor Starkregen
Nachdem bei Starkregenereignissen immer wieder Bereiche der am Hangfuß gelegenen Ortslage Radewege (Gemeinde Beetzsee) überflutet wurden und Sachschäden an Wohn­gebäuden entstanden, hat die Gemeinde Beetzsee nach Lösungsmöglichkeiten gesucht, Überschwemmungen nach Starkregenereignissen zu vermeiden.

Ein Teilerfolg zur Lösung des Problems konnte zwar schon durch die Fertigstellung eines Rückhaltebeckens erzielt werden. Dauerhafte Abhilfe war jedoch nur durch die Umsetzung weiterer, umfassenderer Schutzmaßnahmen – insbesondere Wälle und Vertiefungen zur gezielten Steuerung des Abflusses des Regenwassers – zu erwarten. Dies scheiterte bisher allerdings an der Bereitstellung geeigneter Flächen.

Dauerhafte Lösung erst durch Flurbereinigung ermöglicht
Durch die zügige und gezielte Nutzung der Instrumente der Flurbereinigung, konnten der Gemeinde die für die Realisierung der Schutzmaßnahmen notwendigen Flächen bereit­gestellt werden. Mit Hilfe von Landverzichtserklärungen nach § 52 Flurbereinigungs­gesetz (FlurbG) zu Gunsten der Gemeinde wurden die notwendigen Grundstücke für die Schutzmaßnahmen bereit gestellt. Die Flächenbeschaffung für die Gemeinde erfolgte dabei in einem angemessen großen Gebiet auch außerhalb der wasserwirtschaftlich relevanten Bereiche, was das Auftreten von Eigentumskonflikten im Rahmen der Flurneuordnung stark minimierte.

Die über Landverzichtserklärungen bereitgestellten Flächen konnten im Rahmen der Flurbereinigung an den für die Schutzmaßnahmen benötigten Stellen ausgewiesen werden. Durch das gezielte Flächenmanagement und die Einbindung aller betroffenen Parteien hat die Flurbereinigung die Realisierung der Schutzmaßnahmen ermöglicht und konnte zudem Landnutzungskonflikte zwischen Hochwasserrückhaltung und Bewirtschaftung lösen.

Zu den realisierten Schutzmaßnahmen zählen neben den Wällen und Vertiefungen auch sogenannte Mönchsbauwerke, über die das Wasser gesammelt und in einem unterirdischen Regenwasserkanal über ein Auslaufbauwerk in den Beetzsee geleitet wird.

PdM-05-16-b

links: Mönchsbauwerke sammeln das Regenwasser
rechts: Notüberlauf an einem neu angelegten Wall

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links: Mönchsbauwerke sammeln das Regenwasser
rechts: Notüberlauf an einem neu angelegten Wall

Förderzeitraum
2007 – 2013

Bewilligte Mittel für das Flurbereinigungsverfahren Radewege

  • Gesamtkosten: 303.037 €
  • davon Ausführungskosten:
    45.037 €
    • davon aus ELER-Mitteln: 32.001 €
    • davon aus Mittleln des Bundes: 7.822 €
    • davon aus Mitteln des Landes Brandenburg: 5.214 €
  • davon Verfahrenskosten:
    262.000 €
    • davon aus ELER-Mitteln: 196.500 €
    • davon aus Mitteln des Landes Brandenburg: 65.500 €

Förderrichtlinie:
Verwaltungsvorschrift zur Finanzierung der Verfahrenskosten innerhalb der Verfahren zur Feststellung und Neuordnung ländlichen Grundbesitzes / Richtlinie zur Förderung der Flurneuordnung

Zuwendungsempfänger:
Teilnehmergemeinschaft des Flurbereinigungsverfahrens Radewege
Land Brandenburg (vertreten durch das LELF als obere Flurbereinigungsbehörde)