Waldbrandvorsorge in der Wildnis

PdM_05-20_b Wadbrandschutzschneise auf dem TÜP Jüterbog

Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg setzt auf ihren Wildnisflächen auf den weitläufigen Truppenübungsplätzen (TÜP) in Jüterbog, Lieberose und Tangersdorf abgestimmte Waldbrandschutzkonzepte um. Auf Grund der hohen Munitionsbelastung auf den ehemaligen TÜP werden in Kooperation mit Landkreisen, Feuerwehr, Forstverwaltung, Naturschutz und weiteren Experten Waldbrandschutzsysteme eingerichtet, regelmäßig gepflegt, überprüft und jährlich weiter optimiert.

Was zunächst wie ein starker Eingriff und Kahlschlag anmutet, ist ein zentrales Element des Waldbrandschutzes, aber auch insgesamt ein Kompromiss für die Wildnisstiftung: Die Herstellung eines vorbildlichen Waldbrandschutzsystems. Hierzu gehören die bis zu 50 Meter breiten Wadbrandschutzschneisen, welche mit Hilfe von ELER-Fördermitteln realisiert werden konnten. Hinzu kommen Löschwasserbrunnen, Löschwasserteiche und Brandschutzwege.

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Wadbrandschutzschneise auf dem TÜP Jüterbog
© Christine Kalb

Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg setzt auf ihren Wildnisflächen auf den weitläufigen Truppenübungsplätzen (TÜP) in Jüterbog, Lieberose und Tangersdorf abgestimmte Waldbrandschutzkonzepte um. Auf Grund der hohen Munitionsbelastung auf den ehemaligen TÜP werden in Kooperation mit Landkreisen, Feuerwehr, Forstverwaltung, Naturschutz und weiteren Experten Waldbrandschutzsysteme eingerichtet, regelmäßig gepflegt, überprüft und jährlich weiter optimiert.

Was zunächst wie ein starker Eingriff und Kahlschlag anmutet, ist ein zentrales Element des Waldbrandschutzes, aber auch insgesamt ein Kompromiss für die Wildnisstiftung: Die Herstellung eines vorbildlichen Waldbrandschutzsystems. Hierzu gehören die bis zu 50 Meter breiten Wadbrandschutzschneisen, welche mit Hilfe von ELER-Fördermitteln realisiert werden konnten. Hinzu kommen Löschwasserbrunnen, Löschwasserteiche und Brandschutzwege.

PdM_05-20_c Wadbrandschutzschneise auf dem TÜP Jüterbog

Eine Wadbrandschutzschneise besteht aus einer größtenteils vegetationsfreien Fläche, die zusätzlich aus einem Brandschutzweg sowie links und rechts davon jeweils einem Wundstreifen besteht. Die Wundstreifen werden ein- bis zweimal im Jahr gescheibt, d. h. komplett von Vegetation befreit, die verbleibenden Flächen werden im Intervall mehrerer Jahre gemulcht, um vegetationsarme Feuerbarrieren zu schaffen.

Die hohe Munitionsbelastung ist oft Ursache des Brandgeschehens und macht eine Brandbekämpfung auf den ehemaligen TÜP sehr schwierig und zum Teil unmöglich. Daher hat die Stiftung „Freiflächen“ in Form von Waldbrandschutzschneisen als natürliche Barrieren eingebaut. So kann ein laufendes Bodenfeuer daran gehindert werden, in die angrenzenden Waldbestände vorzudringen.

Ziel von Wadbrandschutzschneisen ist es somit, die Sicherheit von Einsatzkräften bei Waldbränden zu erhöhen und umliegende Flächen vor einem Übergreifen des Feuers zu schützen. Die munitionsbelasteten Wildnisflächen in der Kernzone des Naturschutzgebietes werden dann bei einem Feuer eingekesselt und sich selbst überlassen, weil ein aktives Eingreifen aufgrund von möglichen Detonationen nicht möglich ist.

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Wadbrandschutzschneise auf dem TÜP Jüterbog
© Christine Kalb

Eine Wadbrandschutzschneise besteht aus einer größtenteils vegetationsfreien Fläche, die zusätzlich aus einem Brandschutzweg sowie links und rechts davon jeweils einem Wundstreifen besteht. Die Wundstreifen werden ein- bis zweimal im Jahr gescheibt, d. h. komplett von Vegetation befreit, die verbleibenden Flächen werden im Intervall mehrerer Jahre gemulcht, um vegetationsarme Feuerbarrieren zu schaffen.

Die hohe Munitionsbelastung ist oft Ursache des Brandgeschehens und macht eine Brandbekämpfung auf den ehemaligen TÜP sehr schwierig und zum Teil unmöglich. Daher hat die Stiftung „Freiflächen“ in Form von Waldbrandschutzschneisen als natürliche Barrieren eingebaut. So kann ein laufendes Bodenfeuer daran gehindert werden, in die angrenzenden Waldbestände vorzudringen.

Ziel von Wadbrandschutzschneisen ist es somit, die Sicherheit von Einsatzkräften bei Waldbränden zu erhöhen und umliegende Flächen vor einem Übergreifen des Feuers zu schützen. Die munitionsbelasteten Wildnisflächen in der Kernzone des Naturschutzgebietes werden dann bei einem Feuer eingekesselt und sich selbst überlassen, weil ein aktives Eingreifen aufgrund von möglichen Detonationen nicht möglich ist.

PdM_05-20_d Wundstreifen auf dem TÜP Jüterbog
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Wundstreifen auf dem TÜP Jüterbog
© Christine Kalb
PdM_05-20_e Andreas Meißner, Stiftung Naturlandschaften Brandenburg
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Andreas Meißner, Stiftung Naturlandschaften Brandenburg
© Christine Kalb
PdM_05-20_f Durch ELER-Fördermittel finanzierter Löschbrunnen aus dem Jahr 2017, der maßgeblich dazu beitrug, den Brand 2018 einzudämmen.
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Durch ELER-Fördermittel finanzierter Löschbrunnen aus dem Jahr 2017, der maßgeblich dazu beitrug, den Brand 2018 einzudämmen.
© Stiftung Naturlandschaften Brandenburg

Nur durch die jährliche Pflege der angelegten Schneisen können diese Flächen ihre Funktion zum Waldbrandschutz erfüllen und neben den weiteren wichtigen Maßnahmen wie Brunnen- und Wegebau, die Sicherheit für die freiwilligen Feuerwehr auf ehemaligen TÜP gewährleisten. Insgesamt werden auf ca. 120 Hektar der drei TÜP Wadbrandschutzschneise realisiert. Das entspricht weniger als einem Prozent der Gesamtfläche; so kann auf dem weitaus größten Teil der Stiftungsfläche die Natur „Natur sein“ und sich die Wildnis von morgen frei entwickeln. Voraussetzung aller Waldbrandschutzmaßnahmen ist zudem die nutzungsabhängige Entmunitionierung, welche die Stiftung bislang fast vollständig aus Eigenmitteln finanziert hat.

Das Gebiet rund um den Keilberg auf dem ehemaligen TÜP Jüterbog ist beispielsweise stark kontaminiert. Bei früheren Beprobungen wurden Kampfmittel aller Art gefunden, u.a. phosphorhaltige Munition, welche insbesondere an heißen Sommertagen immer wieder Ursache für Waldbrände ist. Diese Fläche zwischen Jüterbog-Luckenwalde-Frankenförde-Felgentreu-Treuenbrietzen-Altes Lager–Jüterbog diente in fast 140 Jahren Militärgeschichte der preußischen, deutschen und sowjetischen Armee als Testgelände für die Entwicklung und Anwendung von Kampfmitteln.

Nur durch die jährliche Pflege der angelegten Schneisen können diese Flächen ihre Funktion zum Waldbrandschutz erfüllen und neben den weiteren wichtigen Maßnahmen wie Brunnen- und Wegebau, die Sicherheit für die freiwilligen Feuerwehr auf ehemaligen TÜP gewährleisten. Insgesamt werden auf ca. 120 Hektar der drei TÜP Wadbrandschutzschneise realisiert. Das entspricht weniger als einem Prozent der Gesamtfläche; so kann auf dem weitaus größten Teil der Stiftungsfläche die Natur „Natur sein“ und sich die Wildnis von morgen frei entwickeln. Voraussetzung aller Waldbrandschutzmaßnahmen ist zudem die nutzungsabhängige Entmunitionierung, welche die Stiftung bislang fast vollständig aus Eigenmitteln finanziert hat.

Das Gebiet rund um den Keilberg auf dem ehemaligen TÜP Jüterbog ist beispielsweise stark kontaminiert. Bei früheren Beprobungen wurden Kampfmittel aller Art gefunden, u.a. phosphorhaltige Munition, welche insbesondere an heißen Sommertagen immer wieder Ursache für Waldbrände ist. Diese Fläche zwischen Jüterbog-Luckenwalde-Frankenförde-Felgentreu-Treuenbrietzen-Altes Lager–Jüterbog diente in fast 140 Jahren Militärgeschichte der preußischen, deutschen und sowjetischen Armee als Testgelände für die Entwicklung und Anwendung von Kampfmitteln.

Zeitraum der Förderung 2018 – 2019

Bewilligte Mittel für das Scheiben und Mulchen von Wadbrandschutzschneisen auf 120 Hektar innerhalb der TÜP Jüterbog, Lieberose und Tangersdorf.

  • Förderfähige Ausgaben: 23.184 €
  • bewilligte Fördermittel:
    23.184 €
  • davon ELER: 17.388 €
  • davon Landesmittel:  5.796 €

Förderrichtlinie:
Richtlinie des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz über die Gewährung von Zuwendungen für Investitionen in die Entwicklung von Waldgebieten und Verbesserung der Lebensfähigkeit von Wäldern (Maßnahme M08)

Zuwendungsempfänger:
Stiftung Naturlandschaften
Brandenburg
Schulstraße 6, 14482 Potsdam
Telefon: +49 (0) 331 - 7409322
E-Mail: info@stiftung-nlb.de