Erlebnisorientierte Ausstellung macht Energiewende vor Ort erlebbar
ELER-Mittel für das „Energiedorf“ Feldheim
- Erschienen amModern, haptisch und multifunktional: Die modernisierte Ausstellung im Neue Energien Forum Feldheim wurde erlebnisorientiert umgestaltet und steht mit zahlreichen neuen Modulen für Besucher bereit. Sie verschafft einen ganzheitlichen Überblick über erneuerbare Energieversorgung. Dabei können Funktion und Technik alternativer Energieträger multifunktional erkundet werden.
Kombiniert wird das Ausstellungserlebnis mit Touren durch das Bioenergiedorf Feldheim, einen Ortsteil der Stadt Treuenbrietzen. In der Ausstellung kommen Experten und Wegbereiter zu Wort, es werden Visionen und Personen gezeigt sowie die Herausforderungen und Lösungswege in der Umgestaltung des Energieversorgungssystems aufgezeigt. Dabei stehen Texttafeln ebenso bereit wie die haptische Vermittlung von Informationen über Funktionsmodelle, Erklärfilme und Videos.
Vor Ort kann man einen Projekttag für Schul- und Kitagruppen planen oder eine Energietour, etwa am 13. März 2026 von 12:00 bis 15:00 Uhr, mit einem erfahrenen Tourguide und einem Besuch der spannenden Ausstellung in Feldheim.
Der Ausstellungsort wird fortan als Klimabildungsstätte fungieren und die Energiewende in die breite Bevölkerung tragen. Schulklassen begeben sich hier auf eine spannende Schnitzeljagd: Im Wettlauf gegen die Zeit werden Schülerinnen und Schüler zu Energiewendeprofis oder setzen sich kritisch mit Fake News auseinander, während sie den Angriff der EnergieRobbers auf das Versorgungsnetz mit Hilfe erneuerbarer Energie abwehren. Gleichzeitig finden Fachbesucher oder interessierte Bürger Expertenwissen und tiefe Einblicke in Technik und Prozesse. Alle Zielgruppen können mit eigenen Aktionen ihren persönlichen Rundgang kreieren.
Feldheim gilt in Brandenburg als Energiewendepionier. Der Ort besitzt ein eigenes Stromnetz, welches vorrangig mit Strom aus dem örtlichen Windpark beliefert wird. Die Biogasanlage und Hackschnitzelheizung übernehmen die Sicherung des eigenen Wärmenetzes. Dabei profitieren Feldheimer von günstigen Betriebskosten und sind als Gesellschafter der Feldheim Energie GmbH & Co KG selbst an maßgeblichen Entscheidungen rund um die Energieversorgung im Ort beteiligt. Der 130 Einwohner zählende Ort gehörte auch zu den ersten drei Gewinnern des Bundeswettbewerbs Bioenergie-Kommunen, den das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Jahr 2010 startete. Seitdem haben die Feldheimer ihre Energieversorgung noch deutlich ausgebaut. Insbesondere wurde der Windpark inzwischen auf 122,6 Megawatt elektrische Leistung erweitert und ein großer Stromspeicher mit rund 10 Megawatt Leistung gebaut.
Für die Erneuerung und Erweiterung der Erlebnisausstellung NEF Feldheim beliefen sich die Gesamtausgaben auf 216.572 Euro. Die bewilligten Mittel betragen 127.395 Euro und beinhalten 101.916 Euro aus ELER-Mitteln und 25.479 Euro aus Landesmitteln. Der Förderung lag die Richtlinie des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz zur Förderung der ländlichen Entwicklung im Rahmen von LEADER zugrunde.
