Ohne Schutz für Wiesenbrüter kein Nachwuchs

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Fotos © Hans-Jürgen Kelm, Thomas Kaiser

Kulturlandschaften schützen und entwickeln
Deutschlands drittgrößter Strom, die Elbe, ist einer der letzten naturnahen Flüsse Mitteleuropas. Auf insgesamt 343.000 Hektar, entlang von 400 Flusskilometern in fünf Bundesländern erstreckt sich das UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Die brandenburgische Teilregion reicht über 70 Elbkilometer und umfasst rund 53.000 Hektar. Ziel ist es, historisch gewachsene Kulturlandschaften beispielhaft zu schützen und nachhaltig zu entwickeln.

Bodenbearbeitung und Feuchtgrünlandverlust bedrohen Bestände
Biosphärenreservate als Modellregionen für einen behutsamen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen rücken Kulturlandschaften ins öffentliche Bewusstsein – so auch die Bestände der Wiesenbrüter als einen vitalen Teil davon. Wiesenbrüter wie Kiebitz, Uferschnepfe, Rotschenkel, Großer Brachvogel und Bekassine sind in den letzten Jahren sehr stark zurückgegangen. Vor allem die ausgesprochen geringen Bruterfolge der Vögel im verbleibenden Grünland sind problematisch. Ursache hierfür sind oft der Lebensraumverlust durch Grünlandumbruch, veränderte Wasserverhältnisse aufgrund von Entwässerung, aber auch intensive Landnutzung mit 4 – 5 Schnitten im Jahr.

Gefahren für den Nachwuchs
Nicht zuletzt deshalb verlagern Vögel ihre Bruthabitate vom Grünland auf Ackerstandorte und begegnen hier Gefahren: Durch Bodenbearbeitung oder Herbizidbehandlung droht der Verlust des gesamten Geleges; aber auch bei Schlupferfolg verhungern viele Küken auf den nahrungsarmen Ackerstandorten, wenn kein Grünland oder insektenreiche Brachestreifen im direkten Umfeld der Nester vorhanden sind. So ist nicht nur die Ermittlung und Markierung von Neststandorten zentral, sondern auch die Einrichtung von Flucht- und Nahrungsstreifen von den Gelegen zum Ackerrand. Dies kann nur in Kooperation mit den Landwirten und durch finanzielle Ausgleiche erfolgreich sein.

Gelege- und Kükenschutz
Zudem führen gezielte, zeitlich und räumlich begrenzte Aussparungen bei der Bodenbearbeitung um die Gelege zu guten Schutzerfolgen. Diese Flächen sind oft nur wenige Quadrat­meter groß, weshalb die geringe Nutzungseinschränkung nicht nur die Akzeptanz der Landwirte zur Teilnahme am Wiesenvogelschutz erhöht, auch die Kosten können gering gehalten werden. Durch den sichtbaren Erfolg verstärkt sich auch die Identifizierung der Landwirte mit den Schutzmaßnahmen deutlich. 2014 konnten so rund 80 Kiebitzgelege markiert und geschützt werden.

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Fotos © Hans-Jürgen Kelm, Thomas Kaiser

Kulturlandschaften schützen und entwickeln
Deutschlands drittgrößter Strom, die Elbe, ist einer der letzten naturnahen Flüsse Mitteleuropas. Auf insgesamt 343.000 Hektar, entlang von 400 Flusskilometern in fünf Bundesländern erstreckt sich das UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Die brandenburgische Teilregion reicht über 70 Elbkilometer und umfasst rund 53.000 Hektar. Ziel ist es, historisch gewachsene Kulturlandschaften beispielhaft zu schützen und nachhaltig zu entwickeln.

Bodenbearbeitung und Feuchtgrünlandverlust bedrohen Bestände
Biosphärenreservate als Modellregionen für einen behutsamen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen rücken Kulturlandschaften ins öffentliche Bewusstsein – so auch die Bestände der Wiesenbrüter als einen vitalen Teil davon. Wiesenbrüter wie Kiebitz, Uferschnepfe, Rotschenkel, Großer Brachvogel und Bekassine sind in den letzten Jahren sehr stark zurückgegangen. Vor allem die ausgesprochen geringen Bruterfolge der Vögel im verbleibenden Grünland sind problematisch. Ursache hierfür sind oft der Lebensraumverlust durch Grünlandumbruch, veränderte Wasserverhältnisse aufgrund von Entwässerung, aber auch intensive Landnutzung mit 4 – 5 Schnitten im Jahr.

Gefahren für den Nachwuchs
Nicht zuletzt deshalb verlagern Vögel ihre Bruthabitate vom Grünland auf Ackerstandorte und begegnen hier Gefahren: Durch Bodenbearbeitung oder Herbizidbehandlung droht der Verlust des gesamten Geleges; aber auch bei Schlupferfolg verhungern viele Küken auf den nahrungsarmen Ackerstandorten, wenn kein Grünland oder insektenreiche Brachestreifen im direkten Umfeld der Nester vorhanden sind. So ist nicht nur die Ermittlung und Markierung von Neststandorten zentral, sondern auch die Einrichtung von Flucht- und Nahrungsstreifen von den Gelegen zum Ackerrand. Dies kann nur in Kooperation mit den Landwirten und durch finanzielle Ausgleiche erfolgreich sein.

Gelege- und Kükenschutz
Zudem führen gezielte, zeitlich und räumlich begrenzte Aussparungen bei der Bodenbearbeitung um die Gelege zu guten Schutzerfolgen. Diese Flächen sind oft nur wenige Quadrat­meter groß, weshalb die geringe Nutzungseinschränkung nicht nur die Akzeptanz der Landwirte zur Teilnahme am Wiesenvogelschutz erhöht, auch die Kosten können gering gehalten werden. Durch den sichtbaren Erfolg verstärkt sich auch die Identifizierung der Landwirte mit den Schutzmaßnahmen deutlich. 2014 konnten so rund 80 Kiebitzgelege markiert und geschützt werden.