Smartes Gras? Digitale Tools im Test

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Qualitätsverbesserung bei Grassilage

Grassilage ist ein wertvolles Futtermittel für die Milchviehhaltung. Untersuchungen haben jedoch häufig unbefriedigende Grassilagequalitäten ergeben. Die Grassilage wies einen zu niedrigen Energiegehalt und unzureichende Trockenmassegehalte auf. Um hier Qualitätsverbesserungen – auch in Zeiten zunehmender Trockenheit mit geringeren Erntemengen – zu erreichen, müssen Anpassungen im Verfahrensablauf der Silierung vorgenommen werden.

Um die Grassilagequalität zu verbessern und die Wirtschaftlichkeit der Milchviehhaltung zu erhöhen, wurden von 2017 bis 2020 zwei Softwareprognosetools in sieben landwirtschaftlichen Betrieben im Projekt Q2Gras im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP-AGRI) getestet. Das erste Prognosetool gibt Aufschluss über den Trocknungsverlauf des Schnittguts und den Häckseltermin pro Schlag, um einen optimalen Trockenmassegehalt zu erzielen. Das Zweite sagt bereits vor der Silierung die Silagequalität voraus und ersetzt damit die nachträgliche Beprobung aus der Anschnittfläche des Silos. So können die Technik und das Management des Prozesses bis zum Verschluss des Silos angepasst werden. Zudem wird es möglich, unterschiedliche Silos mit prognostizierbar unterschiedlichen Qualitäten zu befüllen.

Neben der frühzeitigen Beurteilung der Silagequalität ermöglichen die Bewertungen auch die schlaggenaue Rückverfolgung der Silageerzeugung bis hin zum Grünlandbestand und damit ggf. eine gezielte Anpassung der Verfahrensabläufe.

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© agrathaer GmbH
Qualitätsverbesserung bei Grassilage

Grassilage ist ein wertvolles Futtermittel für die Milchviehhaltung. Untersuchungen haben jedoch häufig unbefriedigende Grassilagequalitäten ergeben. Die Grassilage wies einen zu niedrigen Energiegehalt und unzureichende Trockenmassegehalte auf. Um hier Qualitätsverbesserungen – auch in Zeiten zunehmender Trockenheit mit geringeren Erntemengen – zu erreichen, müssen Anpassungen im Verfahrensablauf der Silierung vorgenommen werden.

Um die Grassilagequalität zu verbessern und die Wirtschaftlichkeit der Milchviehhaltung zu erhöhen, wurden von 2017 bis 2020 zwei Softwareprognosetools in sieben landwirtschaftlichen Betrieben im Projekt Q2Gras im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP-AGRI) getestet. Das erste Prognosetool gibt Aufschluss über den Trocknungsverlauf des Schnittguts und den Häckseltermin pro Schlag, um einen optimalen Trockenmassegehalt zu erzielen. Das Zweite sagt bereits vor der Silierung die Silagequalität voraus und ersetzt damit die nachträgliche Beprobung aus der Anschnittfläche des Silos. So können die Technik und das Management des Prozesses bis zum Verschluss des Silos angepasst werden. Zudem wird es möglich, unterschiedliche Silos mit prognostizierbar unterschiedlichen Qualitäten zu befüllen.

Neben der frühzeitigen Beurteilung der Silagequalität ermöglichen die Bewertungen auch die schlaggenaue Rückverfolgung der Silageerzeugung bis hin zum Grünlandbestand und damit ggf. eine gezielte Anpassung der Verfahrensabläufe.

PdM_05-20_b Zur Validierung des Prognosetools SiloExpert wurden standardisierte Verfahren in der Futtermittelqualitätsprüfung, sog. Bilanzbeutelversuche, durchgeführt.

In den Praxisversuchen wurden zudem Daten beispielsweise zur Witterung oder den Ernte- und Silierbedingungen erhoben. Die prognostizierten Parameter (Erntetermin, Silagequalität) werden mit den festgestellten Daten aus jährlich bis zu vier Exakt-Versuchen je Betrieb verglichen. Innerhalb von drei Versuchsjahren wurden so umfangreiche Daten und Erkenntnisse gesammelt, die unter Mitwirkung der Betriebsleiter eine fortlaufende Weiterentwicklung der Prognosemodelle ermöglicht haben. Um das volle Potential von betriebseigenen Grassilagen auszuschöpfen, können die beiden Prognosetools WiltExpert und SiloExpert künftig den Erfahrungsschatz der Landwirte mit einem dynamischen und standardisierten Prognosetool ergänzen.

Unter der Leitung der agrathaer GmbH besteht das Projekt-Team aus dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V., den Agrargenossenschaft Lüchfeld e.G., der Agrargenossenschaft Münchehofe e.G., der agt Agrar GmbH Trebbin, der Grüpa-Hof GbR, der JAG-Jüterboger Agrargenossenschaft e.G. sowie dem Landwirtschaftlichen Lehrbetrieb Siegfried & Eckhard Leinitz GbR. Weitere Informationen unter: eip-agri.brandenburg.de

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Zur Validierung des Prognosetools SiloExpert wurden standardisierte Verfahren in der Futtermittelqualitätsprüfung, sog. Bilanzbeutelversuche, durchgeführt.
© agrathaer GmbH

In den Praxisversuchen wurden zudem Daten beispielsweise zur Witterung oder den Ernte- und Silierbedingungen erhoben. Die prognostizierten Parameter (Erntetermin, Silagequalität) werden mit den festgestellten Daten aus jährlich bis zu vier Exakt-Versuchen je Betrieb verglichen. Innerhalb von drei Versuchsjahren wurden so umfangreiche Daten und Erkenntnisse gesammelt, die unter Mitwirkung der Betriebsleiter eine fortlaufende Weiterentwicklung der Prognosemodelle ermöglicht haben. Um das volle Potential von betriebseigenen Grassilagen auszuschöpfen, können die beiden Prognosetools WiltExpert und SiloExpert künftig den Erfahrungsschatz der Landwirte mit einem dynamischen und standardisierten Prognosetool ergänzen.

Unter der Leitung der agrathaer GmbH besteht das Projekt-Team aus dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V., den Agrargenossenschaft Lüchfeld e.G., der Agrargenossenschaft Münchehofe e.G., der agt Agrar GmbH Trebbin, der Grüpa-Hof GbR, der JAG-Jüterboger Agrargenossenschaft e.G. sowie dem Landwirtschaftlichen Lehrbetrieb Siegfried & Eckhard Leinitz GbR. Weitere Informationen unter: eip-agri.brandenburg.de

Q2GRAS_Screenshot_SiloExpert_schwarz Screenshot Prognosetool SiloExpert
Screenshot Prognosetool SiloExpert
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Q2GRAS_Screenshot_WiltExpert_schwarz Screenshot Prognosetool WiltExpert
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Screenshot Prognosetool WiltExpert
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