Wasser Marsch im Privatwald

Funktionsprüfung der LWE Funktionsprüfung der LWE

Die Jahre 2018 und 2019 waren geprägt von Trockenheit, Waldbränden und Insektenschäden. Die örtlichen Feuerwehren waren im Dauereinsatz und mussten dabei das nötige Löschwasser häufig erst kilometerweit entfernt mit Tankfahrzeugen zum Einsatzort bringen.

Auch bei Christian Burkhardt, brach 2018 ein Flächenbrand in seinem etwa zwei Hektar großen Wald zwischen Wahrenbrück und Zinsdorf bei Bad Liebenwerda aus – das Löschwasser auch hier kilometerweit entfernt. Das gab den Ausschlag für den Waldbesitzer, einen Löschwasserbrunnen in seinem Wald bohren zu lassen. „Denn Löschwasserentnahmestellen (LWE) gibt es – gerade im Privatwald – in der Region viel zu wenige“ weiß Burkhardt.

Gesagt, getan: Mit Unterstützung der Revierförsterin Doris Reimann stellte er einen Antrag auf Förderung, holte drei Angebote von Brunnenbaufirmen ein und ließ schließlich mit Hilfe der ELER-Förderung einen Flachspiegelbrunnen bohren. Innerhalb von zwei Tagen war der 16 Meter tiefe Schacht ins Erdreich getrieben. Der neue Brunnen ist seit September 2019 in Funktion, hat eine Leistung von 1.900 Litern in der Minute und ist damit weit über dem geforderten Standard von 400 Litern. Selbst 2020 nach weiterer Trockenheit, leistet er noch 1.670 Liter. Dies wurde bei den vorgeschriebenen Brunnenprüfungen ermittelt, die Burkhardt zweimal im Jahr machen lässt.

Kleine Investition – große Wirkung!

Christian Burkhardt, selbst Brandmeister einer Feuerwehr, führt diese Prüfungen in Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Wahrenbrück durch, die diese gleichzeitig als Übung nutzt. „Ich musste den Brunnen vorfinanzieren, habe das Geld aber nach positiver Prüfung von der Fördermittelstelle zeitnah und vollständig erstattet bekommen“ beschreibt er den Ablauf. Die einschlägige Förderrichtlinie unterstützt so die systematische Verbesserung der Löschwasserverfügbarkeit für Waldgebiete auf Grundlage des Waldschutzplanes.

Jetzt können mit diesem Brunnen rund 500 Hektar Wald im Umkreis mit Löschwasser abgedeckt werden. Das ist dem Privatwaldbesitzer sehr wichtig, da an seinen Wald auch Forstflächen anschließen, die teils ungepflegt, vom Borkenkäfer befallen oder schlicht aus reinen Kiefernbeständen bestehen, und so Waldbränden kaum etwas entgegen zusetzen haben. Christian Burkhardt hat seine Waldflächen 1996 geerbt und 2004 mit dem Waldumbau begonnen. Heute kann er bereits auf gut vier Meter hohe Buchen und Eichen schauen. Ein Grund, weshalb seine Flächen fast keinen Borkenkäferbefall aufweisen und auch bei Waldbränden besser gerüstet sind.

Neben dem vorbeugenden Waldbrandschutz, legt Christian Burkhardt großen Wert auf eine naturnahe Waldrandgestaltung mit Schlehen, Hagebutten und Holunder. Seine Waldflächen sowie die seiner Nachbarn sind so besser gegen das Windwurfrisiko geschützt. Waldränder sind außerdem wertvolle Biotope für viele Vogel- und Insektenarten. Sein Kleinprivatwald ist seit vielen Jahren nach den Richtlinien von PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) bewirtschaftet. PEFC steht für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes.

Die strukturverbessernden Maßnahmen haben u.a. dazu geführt, dass Christian Burkhardt für die vorbildliche Bewirtschaftung seines Privatwaldes von den deutschen Forstmedien als "Waldbesitzer des Jahres 2020“ ausgezeichnet wurde. Seit 2018 findet die jährliche, vom Deutschen Landwirtschaftsverlag initiierte Auszeichnung „Deutscher Waldpreis“ statt, in welchem Forstbetriebe, Unternehmer und Waldbesitzer für ihr großes Engagement und Verantwortungsbewusstsein im und für den Wald ausgezeichnet werden.

Funktionsprüfung der LWE
Funktionsprüfung der LWE
© Christian Burkhardt

Die Jahre 2018 und 2019 waren geprägt von Trockenheit, Waldbränden und Insektenschäden. Die örtlichen Feuerwehren waren im Dauereinsatz und mussten dabei das nötige Löschwasser häufig erst kilometerweit entfernt mit Tankfahrzeugen zum Einsatzort bringen.

Auch bei Christian Burkhardt, brach 2018 ein Flächenbrand in seinem etwa zwei Hektar großen Wald zwischen Wahrenbrück und Zinsdorf bei Bad Liebenwerda aus – das Löschwasser auch hier kilometerweit entfernt. Das gab den Ausschlag für den Waldbesitzer, einen Löschwasserbrunnen in seinem Wald bohren zu lassen. „Denn Löschwasserentnahmestellen (LWE) gibt es – gerade im Privatwald – in der Region viel zu wenige“ weiß Burkhardt.

Gesagt, getan: Mit Unterstützung der Revierförsterin Doris Reimann stellte er einen Antrag auf Förderung, holte drei Angebote von Brunnenbaufirmen ein und ließ schließlich mit Hilfe der ELER-Förderung einen Flachspiegelbrunnen bohren. Innerhalb von zwei Tagen war der 16 Meter tiefe Schacht ins Erdreich getrieben. Der neue Brunnen ist seit September 2019 in Funktion, hat eine Leistung von 1.900 Litern in der Minute und ist damit weit über dem geforderten Standard von 400 Litern. Selbst 2020 nach weiterer Trockenheit, leistet er noch 1.670 Liter. Dies wurde bei den vorgeschriebenen Brunnenprüfungen ermittelt, die Burkhardt zweimal im Jahr machen lässt.

Kleine Investition – große Wirkung!

Christian Burkhardt, selbst Brandmeister einer Feuerwehr, führt diese Prüfungen in Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Wahrenbrück durch, die diese gleichzeitig als Übung nutzt. „Ich musste den Brunnen vorfinanzieren, habe das Geld aber nach positiver Prüfung von der Fördermittelstelle zeitnah und vollständig erstattet bekommen“ beschreibt er den Ablauf. Die einschlägige Förderrichtlinie unterstützt so die systematische Verbesserung der Löschwasserverfügbarkeit für Waldgebiete auf Grundlage des Waldschutzplanes.

Jetzt können mit diesem Brunnen rund 500 Hektar Wald im Umkreis mit Löschwasser abgedeckt werden. Das ist dem Privatwaldbesitzer sehr wichtig, da an seinen Wald auch Forstflächen anschließen, die teils ungepflegt, vom Borkenkäfer befallen oder schlicht aus reinen Kiefernbeständen bestehen, und so Waldbränden kaum etwas entgegen zusetzen haben. Christian Burkhardt hat seine Waldflächen 1996 geerbt und 2004 mit dem Waldumbau begonnen. Heute kann er bereits auf gut vier Meter hohe Buchen und Eichen schauen. Ein Grund, weshalb seine Flächen fast keinen Borkenkäferbefall aufweisen und auch bei Waldbränden besser gerüstet sind.

Neben dem vorbeugenden Waldbrandschutz, legt Christian Burkhardt großen Wert auf eine naturnahe Waldrandgestaltung mit Schlehen, Hagebutten und Holunder. Seine Waldflächen sowie die seiner Nachbarn sind so besser gegen das Windwurfrisiko geschützt. Waldränder sind außerdem wertvolle Biotope für viele Vogel- und Insektenarten. Sein Kleinprivatwald ist seit vielen Jahren nach den Richtlinien von PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) bewirtschaftet. PEFC steht für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes.

Die strukturverbessernden Maßnahmen haben u.a. dazu geführt, dass Christian Burkhardt für die vorbildliche Bewirtschaftung seines Privatwaldes von den deutschen Forstmedien als "Waldbesitzer des Jahres 2020“ ausgezeichnet wurde. Seit 2018 findet die jährliche, vom Deutschen Landwirtschaftsverlag initiierte Auszeichnung „Deutscher Waldpreis“ statt, in welchem Forstbetriebe, Unternehmer und Waldbesitzer für ihr großes Engagement und Verantwortungsbewusstsein im und für den Wald ausgezeichnet werden.

LWE und Wuchshüllen für Laubholz im Kiefernaltbestand. Hier wachsen Hainbuche, Bergahorn, Roteiche und Kastanie nach. LWE und Wuchshüllen für Laubholz im Kiefernaltbestand. Hier wachsen Hainbuche, Bergahorn, Roteiche und Kastanie nach.
LWE und Wuchshüllen für Laubholz im Kiefernaltbestand. Hier wachsen Hainbuche, Bergahorn, Roteiche und Kastanie nach.
LWE und Wuchshüllen für Laubholz im Kiefernaltbestand. Hier wachsen Hainbuche, Bergahorn, Roteiche und Kastanie nach.
© Christian Burkhardt
Waldbrand 2018 Waldbrand 2018
Waldbrand 2018
Waldbrand 2018
© Christian Burkhardt