„Roots & Robots“: Agroforstsysteme im trockenheitsgeprägten Brandenburg etablieren

© Klimapraxis gGmbH

Das EIP-Projekt „Roots & Robots“ bewertet innovative Methoden zur Etablierung von Jungbäumen in Agroforstsystemen. Kritisch ist vor allem die Anwuchsphase der Jungbäume in den ersten Jahren, die es möglichst schnell zu überwinden gilt. Untersucht wird, ob dabei die Wurzelqualitäten und Methoden bei der Pflanzung und bei der Pflege eine entscheidende Rolle spielen.

Für das Projekt wurden seit 2025 rund 500 Bäume auf drei Flächen gepflanzt: 240 Walnuss- und Apfelbäume auf einem rund 6,5 Hektar großen Acker in Betzin bei der Agrargenossenschaft „Ländchen Bellin“, 120 Walnussbäume auf etwa 4 Hektar Fläche, teils Acker teils beweidetes Grünland auf dem Beerfelder Hof bei Fürstenwalde und 120 Apfelbäume auf 1,5 Hektar in Kombination mit Pappeln und Blühmischungen auf dem Land Gut Hagen bei Angermünde.

Untersucht werden drei unterschiedliche Wurzelqualitäten (wurzelnackt, Containerpflanzen und Air-Pot-Pflanzen) sowie drei verschiedene Bodenhilfsstoffe (Mykorrhiza-Mischung von INOQ), Hydrogel aus vernetztem Kalium-Polyacrylat mit bis zu 300-fachem Wasserspeichervermögen bzw. bio-zertifiziertes Hydrogel auf Ligninbasis mit 10-15-facher Wasserspeicherkapazität). Wachstum und Vitalität der Bäume werden im Projektverlauf regelmäßig erfasst.

Um den Pflegeaufwand zu verringern, wird ein bereits bewährter Feldroboter von der Zauberzeug GmbH gezielt weiterentwickelt, um in Agroforstsystemen eine KI-gesteuerte Unkrautregulierung zu ermöglichen. Die Software hierfür wird von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde entwickelt.

Bild zeigt ein gemähtes Feld mit einer Wildwiese daneben
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Das EIP-Projekt „Roots & Robots“ bewertet innovative Methoden zur Etablierung von Jungbäumen in Agroforstsystemen. Kritisch ist vor allem die Anwuchsphase der Jungbäume in den ersten Jahren, die es möglichst schnell zu überwinden gilt. Untersucht wird, ob dabei die Wurzelqualitäten und Methoden bei der Pflanzung und bei der Pflege eine entscheidende Rolle spielen.

Für das Projekt wurden seit 2025 rund 500 Bäume auf drei Flächen gepflanzt: 240 Walnuss- und Apfelbäume auf einem rund 6,5 Hektar großen Acker in Betzin bei der Agrargenossenschaft „Ländchen Bellin“, 120 Walnussbäume auf etwa 4 Hektar Fläche, teils Acker teils beweidetes Grünland auf dem Beerfelder Hof bei Fürstenwalde und 120 Apfelbäume auf 1,5 Hektar in Kombination mit Pappeln und Blühmischungen auf dem Land Gut Hagen bei Angermünde.

Untersucht werden drei unterschiedliche Wurzelqualitäten (wurzelnackt, Containerpflanzen und Air-Pot-Pflanzen) sowie drei verschiedene Bodenhilfsstoffe (Mykorrhiza-Mischung von INOQ), Hydrogel aus vernetztem Kalium-Polyacrylat mit bis zu 300-fachem Wasserspeichervermögen bzw. bio-zertifiziertes Hydrogel auf Ligninbasis mit 10-15-facher Wasserspeicherkapazität). Wachstum und Vitalität der Bäume werden im Projektverlauf regelmäßig erfasst.

Um den Pflegeaufwand zu verringern, wird ein bereits bewährter Feldroboter von der Zauberzeug GmbH gezielt weiterentwickelt, um in Agroforstsystemen eine KI-gesteuerte Unkrautregulierung zu ermöglichen. Die Software hierfür wird von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde entwickelt.

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Präsentation erster Ergebnisse auf dem Feldtag 2026
Erste Ergebnisse zur nachhaltigen Etablierung von Agroforstsystemen wurden auf einem Feldtag Ende Juni 2026 auf der Fläche der Agrargenossenschaft „Ländchen Bellin“ in Betzin vorgestellt.

Im Mittelpunkt stand die gemeinsame Feldbegehung mit mehreren Stationen auf der Projektfläche. Die rund 50 Teilnehmenden besichtigten das silvoarable Agroforstsystem (System mit einjährigen Ackerkulturen wie Getreide oder Gemüse). Das System wurde im Alley Cropping Design angelegt, was bedeutet, dass die Bäume in Streifen gepflanzt wurden. Jeweils 18 Meter zwischen den einzelnen Baumstreifen werden für den Ackerbau genutzt. Derzeit steht dort Roggen, der den Bäumen Schatten spendet und sie vor Wind schützt. Später soll es einmal umgekehrt sein. Innerhalb der Baumstreifen wechseln sich Esskastanie und Walnuss zufällig ab. Ein randomisiertes Blockdesign soll die Vergleichbarkeit der wissenschaftlichen Ergebnisse verbessern.

Bild zeigt einen Walzenroboter auf einem Feld
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Präsentation erster Ergebnisse auf dem Feldtag 2026
Erste Ergebnisse zur nachhaltigen Etablierung von Agroforstsystemen wurden auf einem Feldtag Ende Juni 2026 auf der Fläche der Agrargenossenschaft „Ländchen Bellin“ in Betzin vorgestellt.

Im Mittelpunkt stand die gemeinsame Feldbegehung mit mehreren Stationen auf der Projektfläche. Die rund 50 Teilnehmenden besichtigten das silvoarable Agroforstsystem (System mit einjährigen Ackerkulturen wie Getreide oder Gemüse). Das System wurde im Alley Cropping Design angelegt, was bedeutet, dass die Bäume in Streifen gepflanzt wurden. Jeweils 18 Meter zwischen den einzelnen Baumstreifen werden für den Ackerbau genutzt. Derzeit steht dort Roggen, der den Bäumen Schatten spendet und sie vor Wind schützt. Später soll es einmal umgekehrt sein. Innerhalb der Baumstreifen wechseln sich Esskastanie und Walnuss zufällig ab. Ein randomisiertes Blockdesign soll die Vergleichbarkeit der wissenschaftlichen Ergebnisse verbessern.

Foto rechts: Air-Pot: Die konische Wandstruktur leitet Wurzeln gezielt zu den Luftlöchern. © Klimapraxis gGmbH

Aktuell liegt die Vermutung nahe, dass die in sogenannten Air-Pots gewachsenen Bäume besser mit den trockenen Bedingungen auf dem Ackerstandort zurechtkommen als wurzelnackte Pflanzware oder Containerware. Besonders viele und reichverzweigte Feinwurzeln könnten den entscheidenden Unterschied machen, so die Hypothese. Neben dem Einfluss der Anzuchtverfahren und der damit verbundenen Wurzelqualität wird auch untersucht, ob Mykorrhiza und wasserspeichernde Pflanzgele einen positiven Effekt auf das Anwachsen der Jungbäume haben.

Auf besonderes Interesse stieß die Robotik
Ein mit einer Crimp-Walze ausgestatteter ferngesteuerter Roboter, überfährt hochgewachsenen Mohn und Kornblumen im Baumstreifen. Dabei walzt der Roboter die Vegetation nicht nur platt, die Stängel der Pflanzen werden abgeknickt. So soll das weitere Wachstum und die Vermehrung des Beikrauts verhindert werden, eine natürliche Mulchschicht verbleibt an Ort und Stelle und dient als Nährstofflieferant und vermindert die Verdunstung.

Auf dem Feldtag wurden weitere Stationen besucht, verschiedene Versuchsansätze und begehbare Bodenprofile vorgestellt. Alle Details hier

Bider zeigen einen Traktor auf einem Feld und die innovativen Air-Pots
Foto rechts: Air-Pot: Die konische Wandstruktur leitet Wurzeln gezielt zu den Luftlöchern. © Klimapraxis gGmbH

Aktuell liegt die Vermutung nahe, dass die in sogenannten Air-Pots gewachsenen Bäume besser mit den trockenen Bedingungen auf dem Ackerstandort zurechtkommen als wurzelnackte Pflanzware oder Containerware. Besonders viele und reichverzweigte Feinwurzeln könnten den entscheidenden Unterschied machen, so die Hypothese. Neben dem Einfluss der Anzuchtverfahren und der damit verbundenen Wurzelqualität wird auch untersucht, ob Mykorrhiza und wasserspeichernde Pflanzgele einen positiven Effekt auf das Anwachsen der Jungbäume haben.

Auf besonderes Interesse stieß die Robotik
Ein mit einer Crimp-Walze ausgestatteter ferngesteuerter Roboter, überfährt hochgewachsenen Mohn und Kornblumen im Baumstreifen. Dabei walzt der Roboter die Vegetation nicht nur platt, die Stängel der Pflanzen werden abgeknickt. So soll das weitere Wachstum und die Vermehrung des Beikrauts verhindert werden, eine natürliche Mulchschicht verbleibt an Ort und Stelle und dient als Nährstofflieferant und vermindert die Verdunstung.

Auf dem Feldtag wurden weitere Stationen besucht, verschiedene Versuchsansätze und begehbare Bodenprofile vorgestellt. Alle Details hier

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Bild zeigt eine Gruppen von Feldarbeitern unter einem Zeltdach.
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Bild zeigt ein Feld aus der Vogelperspektive.
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